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Die Atmung für die Geburt bei HypnoBirthing

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12.09.26

Die Geburt eines Kindes ist ein einzigartiger und wundervoller Moment im Leben einer Frau. HypnoBirthing bietet Schwangeren eine natürliche und entspannte Methode, um dieses Erlebnis angstfrei und möglichst schmerzreduziert zu erleben.

Eine der Schlüsselkomponenten beim HypnoBirthing ist die Atmung. Die richtige Atmung kann während der Geburt helfen, den Fokus zu behalten, Anspannung zu reduzieren und zwischen den Wehen wieder zur Ruhe zu kommen. Dabei gibt es nicht nur „die eine“ HypnoBirthing-Atmung. Je nach Phase der Geburt werden unterschiedliche Atemtechniken eingesetzt – zur Entspannung zwischen den Wehen, während einer Welle und in der letzten Phase der Geburt.

In diesem Artikel zeigen wir dir die drei wichtigsten Atemtechniken beim HypnoBirthing und erklären, wie du sie bereits während der Schwangerschaft üben kannst.

Höre hier den Podcast mit einer Atemübung für zuhause.

Welche Atemtechniken bei HypnoBirthing?

Unsere Atmung läuft normalerweise automatisch ab – gleichzeitig können wir sie bewusst beeinflussen. Im HypnoBirthing empfehlen wir die Nasenatmung, da sie länger und kontrollierter ist und für eine bessere Sauerstoffzufuhr sorgt, was wiederum die Gebärmutter und andere Organe unterstützt. Weiterhin stimuliert die richtige Atemtechnik den Parasympathikus, wodurch wir in einen Entspannungsmodus gelangen.

Es gibt drei Atemtechniken, die beim HypnoBirthing angewendet werden:

Die Entspannungsatmung

Hierbei liegt der Fokus auf dem Ausatmen. Dies ist die Atemtechnik, welche zwischen den Wehen angewandt wird.

Die langsame Wellenatmung

Bei dieser Technik wird der Atem an die Wehen angepasst – beim Eintreffen einer Wehe wird eingeatmet, beim Abklingen ausgeatmet, wobei dies mehrmals während einer Welle geschieht. Das Ein- und Ausatmen ist dabei gleich lang.

Die Geburtsatmung

Die Geburtsatmung kommt in der letzten Phase der Geburt zum Einsatz, wenn der Muttermund vollständig eröffnet ist und das Baby geboren wird. Dabei wird die Atmung mit dem natürlichen Geburtsreflex und den Anweisungen der betreuenden Hebamme oder Ärztin/Arzt abgestimmt. Ziel ist es, die Geburt des Babys mit der Atmung bewusst zu begleiten, statt unnötig gegen den eigenen Körper anzuspannen.

Wie kann ich die HypnoBirthing Atemtechniken für die Geburt üben?

Um die Atemtechniken beim HypnoBirthing zu erlernen, solltest du zunächst mit der Entspannungsatmung beginnen. Suche einen ruhigen Ort, an dem du dich wohlfühlst, und visualisiere, wie der Atem durch deinen Körper fliesst.

Atme ruhig durch die Nase ein und zähle dabei beispielsweise bis vier. Atme anschliessend langsam aus und zähle bis sechs. Entscheidend ist nicht die genaue Zahl, sondern dass sich die Atmung für dich angenehm anfühlt und das Ausatmen ruhig und entspannt bleibt.

Mit etwas Übung wird dir diese Atmung immer vertrauter. Genau darum geht es: Die Atemtechnik soll während der Geburt nicht etwas Neues sein, über das du nachdenken musst, sondern etwas, auf das du ganz selbstverständlich zurückgreifen kannst.

Die Übung ist sehr wichtig beim Erlernen der Atemtechniken. Stelle es dir wie das Training für einen Marathon vor, auf den du dich gut vorbereiten möchtest.

Lese auch: Geburtsvorbereitung: Die 7 wichtigsten Übungen

Zur Unterstützung kannst du Affirmationen anwenden. Das sind kurze, prägnante Sätze, die dich während deiner Atemübung begleiten und auch während der Geburt unterstützen, dich zu entspannen. Idealerweise nimmst du dir 10-15 Minuten täglich Zeit dafür. Suche dir drei Affirmationen heraus und wiederhole diese innerlich oder lasse dir ruhig und langsam von deinem Partner vorlesen. 

Langsame Wellenatmung bei HypnoBirthing – wie atme ich während einer Wehe?

Während du zwischen den Wehen die Entspannungsatmung anwendest, empfiehlt es sich, während der Wehen die Technik der Wellenatmung anzuwenden. Wir bei HypnoBirthing nennen die Wehen auch gerne ‚Wellen‘. Man sagt, dass eine Geburt zu ca. 1/3 Wellen und zu 2/3 aus Pausen, besteht.

Du hast also nicht durchgängig Schmerzen, wie viele denken, sondern kannst dich immer wieder entspannen. Bei der Wellenatmung ist es wichtig, dass du ganz langsam und kontrolliert ein- und ausatmest.

Zuletzt kommst du, wie oben bereits beschrieben, in die Geburtsphase und wendest die Geburtsatmung an. Versuche es dabei mit aktivem Schieben. Durch zu aktives Pressen kann es zu Verletzungen kommen. Versuche so, dein Kind auf dem Weg aus deinem Körper zu unterstützen. Wichtig zu wissen ist, dass in dieser Phase die Ärzte und Hebammen das letzte Wort haben. Es gibt Situation, in denen die Frauen zum Wohl des Kindes  eben pressen müssen. 

Dies war nun lediglich eine kurze theoretische Anleitung. In unseren HypnoBirthing-Geburtsvorbereitungskursen üben wir diese Atemtechniken 1:1. Du lernst, wie du die Atemtechniken richtig anwenden und dich so auf die Geburt vorberieten kannst. Deine Kursleiterin lässt euch diese Atemtechniken üben und gibt Euch Feedback dazu ob ihr es richtig macht oder was ihr optimieren könnt.

Weiters bieten wir auch Geburtsvorbereitungskurse in den folgenden Städten an: ZürichBaselGraubündenLuzernSt. GallenWinterthur und Zug.

Fazit: Atemtechniken für die Geburt lassen sich trainieren

Atemtechniken sind einfach, jederzeit verfügbar und können bereits während der Schwangerschaft geübt werden. Beim HypnoBirthing lernst du unterschiedliche Atemtechniken für die verschiedenen Phasen der Geburt kennen – von der Entspannungsatmung über die Wellenatmung bis zur Geburtsatmung.

Je vertrauter dir die Techniken vor der Geburt sind, desto leichter kannst du während der Geburt auf sie zurückgreifen, ohne lange darüber nachdenken zu müssen. Genau deshalb lohnt es sich, frühzeitig und regelmässig zu üben.

Häufige Fragen zu Atemtechniken bei der Geburt

Welche Atemtechnik hilft bei der Geburt?

Es gibt nicht die eine Atemtechnik, die für jede Phase der Geburt ideal ist. Beim HypnoBirthing werden unterschiedliche Atemtechniken eingesetzt: eine ruhige Entspannungsatmung zwischen den Wehen, die langsame Wellenatmung während der Wehen und eine angepasste Atmung in der letzten Phase der Geburt.

Wie atme ich während einer Wehe richtig?

Versuche während einer Wehe ruhig und gleichmässig weiterzuatmen, statt den Atem anzuhalten. Beim HypnoBirthing wird dafür die langsame Wellenatmung eingesetzt. Entscheidend ist weniger ein exakt vorgegebenes Zählmuster als ein Atemrhythmus, der dir hilft, ruhig zu bleiben und unnötige Anspannung loszulassen.

Wann sollte ich Atemtechniken für die Geburt üben?

Du kannst bereits während der Schwangerschaft mit Atemübungen beginnen. Regelmässiges kurzes Üben ist sinnvoller, als erst kurz vor der Geburt intensiv damit anzufangen. So werden dir die Atemtechniken vertraut und lassen sich während der Geburt leichter abrufen.

Kann man Wehenschmerzen wegatmen?

Atemtechniken können Schmerzen nicht garantiert verhindern. Sie können jedoch helfen, mit intensiven Wehen umzugehen, Anspannung zu reduzieren und zwischen den Wehen wieder zur Ruhe zu kommen. Wie Geburtsschmerzen erlebt werden und welche zusätzliche Schmerzlinderung gewünscht oder benötigt wird, ist individuell.

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Nadine Ballmer

Beitrag von

Nadine Ballmer

Nadine Ballmer ist die Gründerin und CEO von HypnoBirthing Schweiz und hat die Geburtsvorbereitung in der Schweiz revolutioniert. Mit über 14 Jahren Erfahrung und einer beeindruckenden Ausbildung als Mentaltrainerin, Hypnoseinstruktorin NGH sowie diversen Weiterbildungen in EMDR, NLP, Schmerzmanagement, Sportmentaltraining und provokativer Therapie, widmet sie sich der Mission, Frauen eine Geburt ohne Angst und mit reduzierten Schmerzen zu ermöglichen. Seit 2009 hat Nadine Ballmer mit ihrem Team unzähligen Familien geholfen, sich auf eine positive Geburtserfahrung einzustimmen. Mit ihrem Unternehmen MentalMed Group GmbH unterstützt sie zudem Frauen und Paare mit unerfülltem Kinderwunsch sowie Athleten im Sport- und Leistungsbereich und bildet in ihren Seminaren MentaltrainerInnen aus. Sie ist Mutter von Zwillingen und einem Jungen, passionierte Halbmarathon-Läuferin und lebt in Zürich.

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